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Inhalationen und Hilfsmittel

Mit der richtigen Unterstützung lässt sich der Alltag mit Lungenfibrose erleichtern. Ob Inhalationsgeräte, Mobilitätshilfen, Pflegeprodukte oder digitale Gesundheitslösungen – die passenden Hilfsmittel unterstützen dabei, länger selbstständig zu bleiben und die Lebensqualität zu erhalten. Hier finden Sie einen praxisnahen Überblick über die wichtigsten Alltagshelfer. Sprechen Sie immer mit Ihrem Arzt oder Ihrer Krankenkasse – viele Produkte können bezuschusst oder vollständig erstattet werden.

Atemmuskeltrainer, Lungensport-Gruppen oder Physiotherapie ergänzen technische Hilfsmittel sinnvoll.

Inhalationsgeräte

Vernebler

Inhalationen helfen einem Teil der Patienten mit Atemwegserkrankungen. Patienten mit Lungenfibrose profitieren von Inhalationen mit hypertoner Kochsalzlösung nur, wenn sie viel Schleim bilden oder eine Bronchiektasie vorliegt. In diesen Fällen kann die Inhalation mit hypertoner Kochsalzlösung (typischerweise 6–7 %) helfen, den Schleim zu lösen und abzuhusten. So können Infektionen und Exazerbationen verhindert werden.

Leitlinien empfehlen hypertone Kochsalzlösung nicht routinemäßig für alle Patienten mit idiopathischer Lungenfibrose (IPF) oder anderen interstitiellen Lungenerkrankungen, wenn keine relevante Schleimbildung vorliegt.

Inhalieren über dem heißen Kochtopf ist nicht hilfreich. Vernebelt werden soll nicht mit Leitungs-Wasser oder ätherischen Ölen, sondern nur mit Kochsalz 0,9 bis 3% bis 6-7%. Acetylcystein kann zum Schleimlösen zugesetzt werden, ist aber von der Wirkung dem 7%-igen Kochsalz nicht überlegen. 

Hilfsmittel zur Sekretmobilisation z. B. mechanische Hustenhilfen, Brustwand-Oszillationsgeräte können bei ausgeprägter Sekretproblematik eingesetzt werden.

• Vibrationswesten: z.B. Hill-Rom® Vest.

• Manuelle Hilfsmittel wie Flutter oder Quake.

Inhaliergeräte im Test

Die Stiftung Warentest testete 19 Geräte

Damit die Therapie die Lunge erreicht, müssen die Geräte die Inhalationslösung zu feinem Aerosol vernebeln. Das schaffen so gut wie alle Inhalationsgeräte, die auf dem Markt sind. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest.

19 Inhalationsgeräte im Test

Einatmen - aufatmen. Inhalationsgeräte im Test. 1 MB
Stiftung Warentest 2025

Testergebnisse

  • Beim Test liegen die Handgeräte vorn weil sie handlicher, leiser und besser tragbar sind - zum Beispiel im Urlaub. Testsieger sind Beurer ICH 57 (60€)  und das teurere Gerät pari Boy Free (250€) 
  • Das beste Tischgerät ist der Pari Compact (206€) Viele andere Fabrikate sind nicht schlechter.
  • Je nachdem welcher Bereich der Atemwege vorrangig mit der Inhalation erreicht werden soll braucht man Mundstück, Nasenstück oder Maske. Für die Lunge allein ist das Mundstück geeignet.  Wenn Nase und Atemwege erreicht werden, sollte eine Maske verwendet werden, die Mund und Nase umschließt.  Wenn nur die Nase erreicht werden soll und zum Beispiel bei chronischen Nasennebenhöhlenentzündung behandelt werden soll, dann benötigt man ein spezielles Nasenstück und ein spezielles Inhaliergerät wie Pari Sinus 2, der vibrierende Inhalationen ermöglicht.

Mobilität und Alltagshilfen

Lungenfibrose schränkt die Belastbarkeit bei Alltagsaktivitäten ein. Diese Hilfsmittel geben Ihnen ein Stück Ihrer Selbstständigkeit zurück. 

Rollatoren/Gehwagen mit Sitz und Sauerstoffhalterung: Längere Strecken sicherer gehen – ca. 50–300 € (einfache bis Komfort-Modelle)

Greifarme: Erleichtern das Aufheben von Gegenständen – ca. 10–40 €

Dusch-/Toilettenhilfen: Duschhocker, Haltegriffe – 20–200 €

Bett mit elektronischer Höheneinstellung

Stuhl mit Aufstehhilfe

Tragetaschen oder Trolleys zum Transport von Sauerstoffgeräten und Medikamenten.

Atemnot-Notfallkarte für unterwegs.

Hausnotruf-Systeme: mit Knopf für akut benötigte Hilfe – Mietmodelle liegen meist bei 15–40 €/Monat, Kaufgeräte entsprechend höher.


Pflege & Unterstützung

Hilfsmittel zur Erleichterung von Pflegeaufgaben:

  • Sekretabsauggeräte: Helfen beim Entfernen von Schleim – etwa 100–500 € (je nach Leistung).
  • PEP/PEEP-Atemtrainer, OPEP-Geräte zur Schleimlösung – ca. 20–70 €. 

Digital Health und Telemedizin

Für IT- und technikaffine Menschen
  • Telemonitoring: Geräte zur Übertragung von Vitaldaten (Sauerstoffsättigung, Atemfrequenz) an den Arzt.
  • Apps auf dem Handy: Symptomdokumentation, Medikamentenerinnerung oder für Atemübungen.
  • Spirometrie: Nuovo air (Messgerät) über Bluetooth Messergebnisse im Smartphone (Grafik), 666 € oder Spirodoc des Herstellers MIR - rund 1000 € (mit Sauerstoffüberwachung)