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Menschen, die uns Mut machen
Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen stellte 15 neue Gruppenleiter vor
KASSEL. Ob Erfahrungsaustausch zu Hartz IV, psychisch Kranke, die sich durchsetzen wollen, oder Fragen über Leben und Tod - Hilfe zur Selbsthilfe schließt keinen Lebensund Arbeitsbereich aus. Seit 1988 gibt es Kiss in Kassel, die Kontakt- und Informations-stelle für Selbsthilfegruppen beim Gesundheitsamt der Stadt Kassel. „Mittlerweile gibt es bei uns 200 Gruppen”, sagt Carola Jantzen, Leiterin der zentralen Anlaufstelle in Kassel für alle Anliegen und Fragen der gesundheitlichen und sozialen Selbsthilfe. Jährlich kommen neue hinzu, 15 allein in diesem Jahr. Dazu gehören unter anderem Bereiche wie Integration behinderter Kinder in Regelschulen, Selbsthilfe für Schuldner Lungenfibrose, ebenso Gruppen mit markanten Namen wie „Jetzt erst recht!” - Selbsthilfe für psychisch Kranke, oder Alternativmedizin, Geistiges Heilen und Freie Energie. „Lungenfibrose gehört zu den seltenen Krankheitsbildern”, erklärt Gudrun Heuser, die gemeinsam mit den anderen neuen Selbsthilfegruppenleitern im Rahmen der diesjährigen Adventsfeier ihren Bereich vor-stellte. Ihr Ehemann sei davon betroffen - Grund genug für die engagierte Frau, nach Mitbetroffenen zwecks Erfahrungs-austausch zu suchen -und zu finden: Bereits sieben Mitglieder könne die Gruppe bis jetzt verzeichnen. „Die Selbst-hilfegruppen helfen in vielen sozialen Bereichen Kosten einzusparen”, so Karin Müller von Bündnis 90/ Die Grünen. An die 200 000 Euro stellt die Stadt Kassel jährlich für die Kiss-Gruppen zur Verfügung. Manche Gruppen existieren seit über 10 Jahren. Es gibt auch welche, die aufhören müssen: Mehr als zehn Jahre hat Ingrid Hiemann die Gruppe der von chronischen Rückenschmerzen Betroffenen geführt. Als Betroffene fällt es ihr besonders schwer, jetzt aufzuhören: „Es hat keinen Sinn mehr, die ärztliche Versorgung in der Schmerztherapie ist in wesentlichen Punkten der Gesundheitsreform zum Opfer gefallen.” (PAR)
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| Neue Helfer zur Selbsthilfe: Sie stehen mit Rat und Tat bereit - Jutta Christ, Karola Rohde, Gudrun Heuser, Sven Heise, Andrea Hackner und Irmintrud E. Dilcher.
FOTO: SCHACHTSCHNEIDER |


